Francais English (United Kingdom) Deutsche
Deutsche

 

maps-Dolceacqua

 

Brochure

Laden sie sich alle weitere Informationen über Dolceacqua runter. Für Ihren Altenthalt in unserem Dorf.

NACHLADEN

 

Dolceacqua, ein mittelalterliches Dorf im Nerviatal, liegt am gleichnamigen Wildbach. Der älteste, von der Doria-Burg überragte Ortsteil ist das Terra-Viertel.Es liegt zu Füßen des Monte Rebuffao amder gegenüberliegenden Uferstraße,die entlang des Tales ansteigt.

 

Entstehungsgeschichte

 

Der Name Dolceacqua wird höchstwahrscheinlich abgeleitet von den Überresten einer Ruine ausrömischer Zeit, die einem gewissen Dulcius gehörte und sich später in Dulciàca, Dusàiga (derzeitigerName im Dialekt) und Dulcisaqua umwandelte.Eine andere Interpretation ist, dass der Name auf die Kelten zurückgeht, die den Ort Dus-saganannten, dann schließlich in Dulsàga abänderten, woraus Dolceacqua entstand.Die frühesten Zeugnisse der Besiedlung dieser Gegend sind die Befestigungsreste aus der Eisenzeit.Rohe Befestigungsanlagen, aus Steinschichten zu Mauerringen zusammengefügt, breiteten sich auf derHochebene, dem Aurin- und dem Tramontinagipfel aus und wurden sowohl am Berg Abellio entlangder Wasserscheide zwischen dem Nervia und dem Roia-Tal als auch am Morgi-Berg und demAlpicella-Turm auf der gegenüberliegenden Gebirgskette gefunden. Diese archäologischen Fundebestätigen, dass die Verteidigungsbollwerke zwischen dem V. Jahrhundert v. Chr. und dem iV.Jahrhundert n. Chr. sowie während der römischen Zeit zum Schutze der Dörfer, der Weideplätze unddes Ackerlandes von den Intermeliern benutzt wurden.Das früheste Dokument, das Dolceacqua erwähnt, geht auf das Jahr 1151 zurück, also auf das 12.Jahrhundert, als die Grafen von Ventimiglia die ersten Fundamente des Kastells auf demFelsvorsprung errichteten, um den strategisch wichtigen Eingang in die erste Schluchtenge und dieGabelung inRichtung Rocchetta Nervina sowie das Roiatal auf der einen Seite und das mittlere undhöhere Nerviatal auf der anderen Seite zu überblicken. Im Laufe des fölgenden Jahrhunderts, genau imJahre 1270, kaufte der Genueser Heerführer Oberto Doria, Sieger über die Pisaner an der Meloria dasKastell, das dann unter seinen Nachfolgern erweitert wurde. Der Ortskern unterhalb der Burg dehntesich im Laufe der Jahrhunderte immer mehr aus und bildete das Terra-Viertel, dessen Gässchenkreisförmig den steilen Berghügel hinaufführen. Das Wasser des Nervia Flusses wurde so geleitet,dass die Brunnen versorgt waren und die Bauern ihre Felder bewässern konnten.

 

Die Burg

 

Die Burg der Doria hat verschiedene Umbauten hinnehmen müssen. Der ursprüngliche Feudalbau mitRundturm aus dem späten 13. Jahrhundert wurde erweitert und im 14.Jahrhundert mit einem größeren Mauerring umgeben. In der Renaissance wurde das castrum in eineherrschaftliche, befestigte Residenz umgebaut, mit neuen Wohnanlagen um den Innenhof, die imHaupttrakt reich möbliert und mit schönen Fresken verziert waren. Das Hauptportal wurde mitimponierenden Verteidigungsausrüstungen ausgestattet.Das Kastell, das zahlreichen Belagerungen standhielt, konnte jedoch den schweren französisch-spanischen Artillerieangriffen im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges nicht Stand halten und so wurde die Burg am 27. Juli 1746 teilweise zerstört. Nachdem das Kastell von den Markgrafen Doria nicht mehr bewohnt werden konnte, zogen sie in den neben der Pfarrkirche liegenden Palast ausdem 15. Jahrhundert um, der wiederum 1887 durch ein Erdbeben zerstört wurde. Die Burgruine gingan die Gemeinde Dolceacqua über und wird derzeitig restauriert, um für kulturelle Veranstaltungenund Sommerfestspiele genutzt werden zu können.Das Terra-Viertel konnte sich im Tal nicht weiter ausdehnen und so wurden die Häuser in die Höhegebaut; sie erreichten durchschnittlich sechs Stockwerke. Heute noch hat sich die mittelalterlicheAtmosphäre erhalten und zahlreiche Ecken erinnern an große Begebenheiten. Man glaubt, die Zeit seistehen geblieben. Dolceacqua ist eins mit der Geschichte Seiner Burg und der Geschichte desGeschlechts der Doria, einer Dynastie, die unter dem Schutz der Savoyer stand und ab 1652 dieHerrschaft über die Markgrafschaft von Dolceacqua übernahm.

 

Die Ortsteile Terra und Borgo

 

In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung in der via Castello, der urbanenHauptachse, beträchtlich zu, so entstand am anderen Ufer des Nervia das neue Viertel Borgo. Diebeiden Ortskerne wurden durch eine elegante Bogenbrücke von 33 m Länge miteinander verbunden.Es ist die Brücke, die Claude Monet 1884 malte und ein "Juwel der Leichtigkeit" nannte. Ihretwegen,wegen des Häusermeers des Terra-Viertels und der alles überragenden Burgruine der Doria istDolceacqua einer der malerischsten und schönsten Orte des ligurischen Hinterlandes.Am Fuße des Terra Viertels liegt die aus dem 14. Jahrhundert stammende Pfarrkirche Sant'Antonioabate. Der Campanile fußt auf den antiken Mauerresten eines Eckturmes. Die Kirche ist im barockenStil und innen mit reichen Dekorationen ausgestattet. Sie beherbergt den kunstvollen und kostbarenFlügelaltar der Heiligen Devota, ein Werk von Ludovico Brea (er stammte aus der MalerschuleLigurien und Nizzas) aus dem Jahre 1515 .Am Dorfeingang in der Nähe des Friedhofes steht die im 11. Jahrhundert errichtete romanische KircheSan Giorgio. Die Bauzeit ist am unteren Teil des Campanile erkennbar. Er wurde in der Gotik und imBarock jeweils verändert. In der Krypta wurden die Familienangehörigen der Markgrafen beigesetzt.Heute befinden sich die Grabmale von Stefano Doria aus dem Jahre 1580 und Giulio Doria aus demJahre 1608 darin. An der hölzernen Dachkonstruktion sind noch spärliche Reste einer Bemalung ausdem 14. Jahrhundert erkennbar.Die Ruinen eines Augustinerklosters findet man in aussichtsreicher Lage am Südhang oberhalb desDorfes. Sie erinnern an ein religiöses Zentrum des 15. Jahrhunderts, das zur Piemontesischen AbteiNovalesa bei Susa gehörte. Dieses Kloster war die erste Etappe einer historischen Straße, welche dieligurische Küste mit den Alpenpässen verbindet.Die um 1890 erbaute Wallfahrtskirche der Vergine Addolorata liegt im östlichen Ortsteil Morghe.Jedes Jahr ist sie Ziel von frommen Pilgerprozessionen, die Gelegenheit geben, Zusammenkünfte nachalter Sitte für einige Tage zu veranstalten. Auf den von Weinreben und jahrhundertealtenOlivenbäumen bewachsenen Hügeln verstreut finden wir zahlreiche Feldkapellen. Eine dieserKapellen ist die des San Bernardo, mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert des Malers Emanuele Maccariaus Pigna. Die Kapelle San Martino am Zusammenfluss des Gießbaches Barbaira mit dem NerviaFluss erkennt man an der ungewöhnlichen Gewölbedecke. Zu erwähnen sind auch noch die beiden ältesten Kapellen San Rocco und San Cristoforo. Das OratoriumSan Sebastiano, im Borgo-Viertel besitzt eine kostbare Holzskulptur, die Maragliano zugeschriebenwird. Es ist Sitz einer Bruderschaft, die das Martyrium des Hl. Sebastian jeweils an dem Sonntag, derdem Datum des 20. Januars am nächsten liegt, mit einer feierlichen Prozession zelebriert. Dabei wirdein großer, mit bunten Oblaten verzierten Lorbeerbaum als Symbol reicher Ernten herumgetragen.Dieses Fest geht auf einen heidnischen, an den Zyklus von Tod und Auferstehung der Naturerinnernden Brauch zurück.Dolceacqua ist auch ein treuer Hüter weiterer Bräuche. Vor allem muss das Fest der michetta erwähntwerden. Jeweils am l6. August wird ein typisches lokales Gebäck verteilt, das an das Ende desschändlichen jus primae noctis erinnern soll, welches vom Tyrann Imperiale Doria eingeführt wordenwar, um seine Ansprüche gegenüber jungen Bräuten durchzusetzen. Dieses Recht wurde dannzusammen mit anderen, meist gewalttätigen, Vorrechten durch einen Volksaufstand im Jahre 1364abgeschafft. Dieser Sieg wird mit einem einfachen, charakteristischen Gebäck, einer Art Hörnchen,gefeiert, welches die jungen Männer von den Mädchen als Zeichen der Sympathie erbitten. Begleitetwird die Zeremonie von lustigen Musikanten, die durch die Gassen des Dorfes ziehen. AnWeihnachten werden an den beiden Hauptplätzen von Borgo und Terra ein Freudenfeuer entzündet alsSymbol der Anteilnahme am schönsten Fest des Jahres.Die terrassenförmig angelegten natürlichen Steinmauern an den Hügeln zeugen von Jahrhundertealter,schwerer Arbeit und Ausdauer der ligurischen Bauern, die auf diese Weise Ackerland gewinnen undbebauen konnten.Der Ruhm Dolceacquas rührt auch nicht zuletzt von seinem Wein Rossese di Dolceacqua DOCkontrollierter Herkunftsbezeichnung, einem geschmeidigen, rubinroten Wein mit Bouquet mitmindestens 12,5% Alkohol. Wenn er über 13% erreicht, erhält er das Prädikat Superiore. Er wird auseiner eigenen, einzigartigen Rebsorte mit limitierter Flaschenauflage erzeugt und verkauft.

 

Naturprodukte

 

In silberfarbenen Olivenhainen werden die Oliven nach dem System des Schüttelns geerntet: dieMänner steigen auf die Bäume und schlagen mit einer langen Stange auf die Äste voller Oliven. DieFrüchte werden aufgesammelt und kommen in die gombi aus Stein (Ölmühle), wo sie kleinzerquetscht werden. Der so gewonnene Brei wird in Behälter gefüllt, in Schichten geordnet undausgepresst. Als Endergebnis erhält man kaltgepresstes reines Olivenöl, ein lokales Erzeugnis,exzellent und sehr gefragt. Rund um die bewohnten Ortschaften herum gibt es zahlreiche Freiland-Blumenkulturen. Bedingt durch das milde Klima stellt diese Zucht eine Haupteinnahmequelle dar.Man hat sich vor allem auf Rosen- und Nelkenzucht spezialisiert. Aber auch Mimosen, Ginster, grüneZierpflanzen werden gezüchtet und auf dem Markt von Sanremo gehandelt.Dolceacqua ist nicht nur mittelalterlicher Hauptort des Nervia-Tales, reich an Monumenten,Kunstschätzen, Geschichte und Tradition, sondern ein Ort, wo das Leben entsprechend dem Rhythmusund den Gewohnheiten einer Landbevölkerung verläuft, die am modernen Leben teilnimmt, jedochihre kulturelle Identität weder verliert noch verleugnet. Hier bleibt der Mensch mit seinen Gefühlender wahre Protagonist einer glaubwürdigen und arbeitsamen Welt, weit entfernt von Stress undUnruhen der heutigen Zeit. Vielleicht ist dies das Geheimnis der unvergesslichen Schönheit und offenherzigen Gastlichkeit von Dolceacqua.

 
Associazione Paesi Bandiera Arancione Res Tipica citta dell olio Bandiera Arancione - Touring Club Italiano Contea di Nizza - Paese membro Riviera dei Fiori citta-di-vinologo-medea

DOLCEACQUA.IT è un progetto web a cura di

Assessorato al Turismo e alla Cultura del Comune di Dolceacqua

Via Roma, 50 - 18035 Dolceacqua (Imperia)
Tel.0184206444 - Fax.0184206433
E-Mail: iat@dolceacqua.it -  SITO ISTITUZIONALE
C.F. e Partita I.V.A. 00250170081